Palasthotel

Aus Wo war das? Orte der Zeitgeschichte
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild
Palasthotel.jpg
Lage in Berlin
Breitengrad: 52.519667 Längengrad: 13.402667
Übersichtskarte Google Maps
Detailkarte Google Maps
Bing
OpenStreetMap
Ddr.png
Dieses Thema
hat einen Bezug
zur DDR.

Das Palasthotel stand bis 2001 (vor 18 Jahren) gegenüber des Berliner Doms. Hier stiegen Politiker, Geschäftsleute und Prominenz aus dem Westen ab, die in D-Mark oder Dollar bezahlten. Eröffnet wurde es 1979 und bis 1992 wurde es von der Interhotel-Kette betrieben. Nach der Schließung folgte 2001 der Abriß.

Das Hotel war eines von vier Hotels in der DDR, die von DDR-Bürgern nicht genutzt werden konnten und ausschließlich auf ein westliches Publikum ausgerichtet waren. Dafür war es mit "West-Produkten" ausgestattet, die sonst in der DDR kaum oder nicht erhältlich waren. Dem DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski und dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) diente es als Kontaktort. Schalck-Golodkowski unterhielt in den Zimmern 80.26 und 80.27 ein Büro unter Leitung des Österreichers Herbert Rübler. Der für den Einkauf von Westprodukten zuständige Rübler verstarb 1989 an einer Kopfverletzung im Palasthotel.

Das MfS überwachte große Teile des Hotels per Video und hatte 25 bis 30 der Zimmer mit versteckten Audio- und Videoaufzeichnungsgeräten ausgestattet. Für den Dienst interessante Gäste bekamen diese Räume zugeteilt. Unter anderem setzte das MfS Prostituierte ein, um Informationen von westlichen Gästen abzuschöpfen. Den Terroristen Abu Daoud, Drahtzieher der Geiselnahme von München 1972, brachte das MfS ab 1981 für längere Zeit in dem Hotel unter.

Links[Bearbeiten]

Traurig.png Das, was im obigen Artikel beschrieben wird ("Palasthotel") besteht seit 2001, also seit 18 Jahren, (leider) nicht mehr in der beschriebenen Form.