Geiselnahme von Stockholm

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Ort
1975 in Stockholm
Opfer
Andreas von Mirbach, Heinz Hillegaart, Ulrich Wessel, Siegfried Hausner
Bild
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Lage
Breitengrad: 59.334544 Längengrad: 18.106378
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Die Geiselnahme von Stockholm ereignete sich am 24.04.1975 (vor 42 Jahren), als Terroristen der RAF die bundesdeutsche Botschaft in der schwedischen Hauptstadt Stockholm erstürmten, dort mehrere Geiseln nahmen und zwei Menschen ermordeten.

Das "Kommando Holger Meins", bestehend aus Hanna Krabbe, Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer, Bernhard Rössner, Ulrich Wessel sowie Siegfried Hausner, stürmte die Botschaft der Bundesrepublik in Stockholm und verbarrikadierte sich im oberen Stockwerk des Gebäudes. Mit zwölf Geiseln in ihrer Gewalt forderten die sechs RAF-Mitglieder die Freilassung von insgesamt 26 Gesinnungsgenossen, darunter Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Unterstützt wurden sie dabei wohl von Stefan Wisniewski, der außerhalb der Botschaft versteckt war und mit der Gruppe in der Botschaft über ein Funkgerät Kontakt hielt, um die Geiselnehmer über die Lage außerhalb der Botschaft im Bilde zu halten. Die schwedische Polizei besetzte das Untergeschoß der Botschaft. Nachdem der Forderung, abzuziehen, nicht nachgegeben wurde, verletzte das Kommando den Militärattaché Oberstleutnant Andreas von Mirbach mit mehreren Schüssen schwer, worauf sich die Polizisten in ein Nebengebäude der Botschaft zurückzogen. Von Mirbach lag für Stunden auf der Treppe des Botschaftsgebäudes. Er erlag noch am selben Tag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Um 20.00 Uhr wurde der Beschluß des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt verkündet, auf die Forderungen der Terroristen nicht einzugehen. Daraufhin wurde Wirtschaftsattaché Heinz Hillegaart von der RAF erschossen.

Kurz bevor die schwedischen Sicherheitskräfte das Gebäude mit Betäubungsgas angreifen wollten, explodierte um 23.46 Uhr aus ungeklärten Gründen eine von den Terroristen angebrachte Sprengladung. Die Explosion soll dadurch ausgelöst worden sein, daß einer der Terroristen über einen Draht stolperte. Alle Kommandomitglieder und Geiseln erlitten Verbrennungen. Ulrich Wessel starb noch in der Nacht an den erlittenen Verletzungen, Siegfried Hausner zehn Tage später in der JVA Stuttgart.

Nach der Festnahme der Terroristen, gibt es die RAF nicht mehr außerhalb der Gefängnisse.

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Meine Herren, mein ganzer Instinkt sagt mir, daß wir hier nicht nachgeben dürfen. Bundeskanzler Helmut Schmidt