Nuklearkatastrophe von Fukushima

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Datum und Ort
2011 in Ōkuma
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Lage
Breitengrad: 37.421389 Längengrad: 141.0325
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Als Nuklearkatastrophe von Fukushima werden eine Reihe katastrophaler Unfälle und schwerer Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima I) in Ōkuma und deren Auswirkungen bezeichnet.

Die Unfallserie beginnt am 11.03.2011 (vor 15 Jahren) um 14.47 Uhr Ortszeit mit dem Tōhoku-Erdbeben und läuft gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kommt es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material – unter anderem etwa 15 EBq Xe-133, also etwas mehr als das Doppelte von Tschernobyl, und ca. 36 PBq Cs-137, also ca. 42% der Cs-137 Emission von Tschernobyl – werden freigesetzt und kontaminieren Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner müssen das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verenden.

Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe ordnet die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse einige Tage nach der Katastrophe mit der Höchststufe 7 ("katastrophaler Unfall") ein.

Vier von sechs Reaktorblöcken des Kraftwerks werden durch die Unfälle zerstört. Die beiden verbliebenen Blöcke 5 und 6 werden auf Anordnung von Ministerpräsident Abe endgültig stillgelegt. Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern, die Kosten der Katastrophe auf über 150 Mrd. Euro (Frankfurter Allgemeine Zeitung) bzw. ca. 187 Mrd. Euro (Focus/n-tv) geschätzt.

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