Fritz Sippel wird erschossen

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Der 22jährige Polizeimeister Fritz Sippel wurde am 07.05.1976 (vor 43 Jahren) von RAF-Terroristen während einer Kontrolle erschossen, in die die Terroristen (darunter u. a. Peter-Jürgen Boock) gerieten. Der Schütze wurde nie identifiziert.

Einsatzanlaß war ein vermeintliches Sittendelikt. Ein Mann mit blauem Hemd mit Brusttasche sollte laut des meldenden Jungen "plötzlich die Hose fallen" gelassen "und an seinem erregten Glied" gespielt haben. Sippel fuhr mit seinem 23jährigen Kollegen Rolf Korol zum Freizeitgelände des Sprendlinger Stadtwaldes. Dort am "Kiessee Bauer" hielt sich eine Gruppe von drei jungen Männern und zwei Frauen auf, unter denen sich der eventuelle Exhibitionist befinden sollte. Als die beiden Polizisten den der Personenbeschreibung entsprechenden Mann angetroffen hatten und mit ihm zum Streifenwagen gingen, fielen Schüsse und Sippel wurde zweimal in Bauch, Brust und Kopf getroffen - von Kugeln unterschiedlichen Kalibers. Rolf Korol wurde ebenfalls angeschossen (an Hand und Schulter), konnte aber noch ein ganzes Magazin leerschießen, aber die Täter entkamen.

Angeklagt für die Tat wurden Johannes Roos und Detlef Schulz. Schulz, der zwei Wochen nach der Tat in Straßburg bei einem Handtaschen-Diebstahl gestellt wurde, soll der vermeintliche Exhibitionist gewesen sein und Roos mindestens einmal geschossen haben.

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