Berger Str. 344, 60385 Frankfurt am Main

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In einer Wohnung in der Berger Straße 344 im Stadtteil Bornheim in Frankfurt am Main wurden 1984 (vor 35 Jahren) Unterlagen über die Nato-Schule Oberammergau, auf die am 18.12.1984 ein Bombenanschlag verübt wurde, mit der Handschrift der RAF-Terroristin Eva Haule gefunden sowie Aufzeichnungen über die amerikanische Flint-Kaserne im bayerischen Reichersbeuern entdeckt, auf die im Mai 1986 ein Brandanschlag verübt wurde. Auf diesen Dokumenten wurden ebenfalls ihre Fingerabdrücke gefunden.

Entdeckt wurde alles am 02.07.1984 (vor 35 Jahren), als sechs Terroristen in der Wohnung zusammen saßen. Einem von ihnen ging versehentlich die Pistole los. Das Projektil durchschlug den Fußboden und landete beim Nachbarn in der Wohnung darunter. Eine der Terroristinnen klingelte daraufhin bei dem 60jährigen Mieter der betroffenen Wohnung und gab dabei an, daß ihr Wasser ausgelaufen sei und davon etwas bei ihm in die Wohnung durchsickerte. Nachdem der Mann sich umgesehen hatte, entdeckte er das Loch in der Decke und das Projektil im Boden, weshalb er die Polizei verständigte.

Die eintreffenden beiden Polizeibeamten forderten Verstärkung an, nachdem sie sich das Einschußloch angesehen hatten. Drei weitere Streifenwagen kamen zum Haus und mit insgesamt acht Beamten überraschten die Terroristen in der Wohnung.

Im weiteren Verlauf wurden die RAF-Terroristen Helmut Pohl, Christa Eckes, Stefan Frey, Ingrid Jakobsmeier, Barbara Ernst und Ernst-Volker Staub widerstandslos festgenommen. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei neben den oben erwähnten Dokumenten sechs Faustfeuerwaffen, Handgranaten, elektronische Zeitzünder, in- und ausländische Ausweispapiere und eine größere Geldmenge (u. a. 300 Geldscheine und einen 500-DM-Schein aus dem Überfall auf die Sparkasse Würzburg im März).

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