Festnahme von Baader, Meins und Raspe: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 01.06.{{Jahr|1972}} (Fronleichnam) wurden Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe bei der Operation "Gustav" in einer Garage im [[Hofeckweg 4, 60320 Frankfurt am Main|Hofeckweg 4]] in [[Frankfurt am Main]] festgenommen.
 
Am 01.06.{{Jahr|1972}} (Fronleichnam) wurden Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe bei der Operation "Gustav" in einer Garage im [[Hofeckweg 4, 60320 Frankfurt am Main|Hofeckweg 4]] in [[Frankfurt am Main]] festgenommen.
  
Die Terroristen fuhren mit einem violetten Porsche 911 S Targa (230 km/h, 180 PS), den sie erst im April unweit der Garagen in [[Frankfurt am Main]] entwendet hatten (Zu diesem Zeitpunkt war der Wagen allerdings noch gelb.) zur Garage und stellten diesen entgegen der Fahrtrichtung auf dem Kühhornshofweg ab. Den Porsche hatten die Täter mit einem gestohlenen Kennzeichen aus Konstanz versehen. In der Garage stand ein silberner Iso Rivolta (über 210 km/h, 300 PS), der insgesamt weniger als 800 x gebaut wurde.
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Die Terroristen fuhren mit einem violetten Porsche 911 S Targa (230 km/h, 180 PS), den sie erst im April unweit der Garagen in [[Frankfurt am Main]] entwendet hatten (Zu diesem Zeitpunkt war der Wagen allerdings noch gelb.) zur Garage und stellten diesen entgegen der Fahrtrichtung auf dem Kühhornshofweg ab. Den Porsche hatten die Täter mit einem gestohlenen Kennzeichen aus Konstanz versehen. In der Garage stand ein silberner Iso Rivolta 300 (über 210 km/h, 300 PS, Neupreis 55400 DM), der insgesamt weniger als 800 x gebaut und in Deutschland nur 50x zugelassen wurde.
  
 
Nach Anwohnerhinweisen war in einer Garage ein Sprengstoffdepot entdeckt worden, welches die Polizei tagelang observierte. Als Baader, Raspe und Meins am 01.06.1972 die Garage aufsuchten, gab es eine Stunden dauernde Belagerung, in deren Verlauf die Polizei sogar einen Panzerwagen einsetzte. Jan-Carl Raspe benutzte dabei die Waffe, mit der der Polizist Herbert Schoner beim [[Überfall auf die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank]] in [[Kaiserslautern]] im Jahr 1971 erschossen wurde. Erst nachdem Baader durch einen Scharfschützen verwundet wurde, gelang es, alle drei Terroristen lebend festzunehmen. Dieser Tag, Fronleichnam 1972, war der Anfang vom Ende der Gründer-Generation der [[RAF]].
 
Nach Anwohnerhinweisen war in einer Garage ein Sprengstoffdepot entdeckt worden, welches die Polizei tagelang observierte. Als Baader, Raspe und Meins am 01.06.1972 die Garage aufsuchten, gab es eine Stunden dauernde Belagerung, in deren Verlauf die Polizei sogar einen Panzerwagen einsetzte. Jan-Carl Raspe benutzte dabei die Waffe, mit der der Polizist Herbert Schoner beim [[Überfall auf die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank]] in [[Kaiserslautern]] im Jahr 1971 erschossen wurde. Erst nachdem Baader durch einen Scharfschützen verwundet wurde, gelang es, alle drei Terroristen lebend festzunehmen. Dieser Tag, Fronleichnam 1972, war der Anfang vom Ende der Gründer-Generation der [[RAF]].

Aktuelle Version vom 23. Februar 2020, 04:32 Uhr

Bild
Hofeckweg4 2.jpg
Lage in Frankfurt am Main
Breitengrad: 50.136886 Längengrad: 8.683053
Übersichtskarte Google Maps
Detailkarte Google Maps
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OpenStreetMap
Raf2.png

Am 01.06.1972 (vor 48 Jahren) (Fronleichnam) wurden Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe bei der Operation "Gustav" in einer Garage im Hofeckweg 4 in Frankfurt am Main festgenommen.

Die Terroristen fuhren mit einem violetten Porsche 911 S Targa (230 km/h, 180 PS), den sie erst im April unweit der Garagen in Frankfurt am Main entwendet hatten (Zu diesem Zeitpunkt war der Wagen allerdings noch gelb.) zur Garage und stellten diesen entgegen der Fahrtrichtung auf dem Kühhornshofweg ab. Den Porsche hatten die Täter mit einem gestohlenen Kennzeichen aus Konstanz versehen. In der Garage stand ein silberner Iso Rivolta 300 (über 210 km/h, 300 PS, Neupreis 55400 DM), der insgesamt weniger als 800 x gebaut und in Deutschland nur 50x zugelassen wurde.

Nach Anwohnerhinweisen war in einer Garage ein Sprengstoffdepot entdeckt worden, welches die Polizei tagelang observierte. Als Baader, Raspe und Meins am 01.06.1972 die Garage aufsuchten, gab es eine Stunden dauernde Belagerung, in deren Verlauf die Polizei sogar einen Panzerwagen einsetzte. Jan-Carl Raspe benutzte dabei die Waffe, mit der der Polizist Herbert Schoner beim Überfall auf die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank in Kaiserslautern im Jahr 1971 erschossen wurde. Erst nachdem Baader durch einen Scharfschützen verwundet wurde, gelang es, alle drei Terroristen lebend festzunehmen. Dieser Tag, Fronleichnam 1972, war der Anfang vom Ende der Gründer-Generation der RAF.

Heute erinnert nichts mehr an das Geschehen, wobei das Gebäude und die Garage nahezu unverändert geblieben sind.

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