Justizvollzugsanstalt Moabit

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Lage in Berlin
Breitengrad: 52.524122414484744 Längengrad: 13.3542016390218
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Die 1881 (vor 141 Jahren) fertiggestellte Justizvollzugsanstalt Moabit (Anschrift: Alt-Moabit 12a, 10559 Berlin) schließt südlich direkt an das Kriminalgericht Moabit in Berlin an. Beide Gebäude sind miteinander verbunden, so daß Gefängnisinsassen problemlos zu einem Prozeß vom Gefängnis ins Gericht gebracht werden können.

Befreiung von Till Meyer[Bearbeiten]

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Dieses Thema
hat einen Bezug
zur DDR.

Am 27.05.1978 (vor 44 Jahren) wird der im Gefängnis Moabit inhaftierte Till Meyer, Gründungsmitglied der "Bewegung 2. Juni" von zwei ihrer Mitglieder (darunter auch Inge Viett) befreit. Die Täter dringen dazu bewaffnet in den Sprechzellentrakt ein. Im Anschluß fahren die drei Personen mit der S-Bahn über die Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße nach Ost-Berlin. Bei dieser Einreise werden die getragenen Waffen entdeckt. Da sich Inge Viett jedoch im Vorfeld bereits mit einem Mitarbeiter der Staatssicherheit zu Gesprächen traf, können die Terroristen inklusive ihrer Waffen in die DDR einreisen.

Vom Flughafen Schönefeld fliegen sie anschließend nach Bulgarien, wo Till Meyer am 21.06.1978 zusammen mit Gabriele Rollnik, Gudrun Stürmer und Angelika Goder in Slantschew brjag (Sonnenstrand) erneut festgenommen wird. Inge Viett hingegen kann sich über Sofia nach Prag absetzen.

Links[Bearbeiten]

bekannte Insassen[Bearbeiten]

In der Justizvollzugsanstalt Moabit saßen diverse bekannte Persönlichkeiten ein:

  • Andreas Baader (Terrorist)
  • Ronald Fritzsch (Terrorist)
  • Arno Funke (Kaufhauserpresser "Dagobert")
  • Erich Honecker (bereits 1935/1936 hier inhaftiert und nach der Wiedervereinigung)
  • Egon Krenz (nach der Wiedervereinigung)
  • Karl Liebknecht
  • Heinrich Lübke
  • Horst Mahler (Terrorist)
  • Till Meyer (Terrorist)
  • Erich Mielke (Stasi-Chef; nach der Wiedervereinigung)
  • Martin Niemöller
  • Ralf Reinders (Terrorist)
  • Alexander Schalck-Golodkowski (Devisenbeschaffer der DDR; nach der Wiedervereinigung)
  • Fritz Streletz (stellv. Minister für Nationale Verteidigung der DDR; nach der Wiedervereinigung)
  • Fritz Teufel (Linksextremist)
  • Ernst Thälmann
  • Inge Viett (Terroristin)
  • Wolfgang Vogel (DDR-Rechtsanwalt; nach der Wiedervereinigung)
  • Friedrich Wilhelm Voigt ("Hauptmann von Köpenick")
  • Johannes Weinrich (Terrorist)

siehe auch[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]